Alte Berberstämme behaupten, Argan wirke Wunder.
Die Arganbaum (Argania spinosa) gehört zu den Seifenbaumgewächsen. Das Arganöl wird aus der Frucht des Arganbaums gewonnen. Es findet Anwendung in der Gastronomie und Kosmetik und zeichnet sich durch seine goldene Farbe und seinen intensiven Geruch aus.
Die Ernte der Argan früchte im Juli, August und September ist schwierig, weil die Früchte nicht mit Maschinen geschüttelt werden kann. Wegen den extrem schafen Dornen kann auch keine Handlese stattfinden. Desshalb warten die Berber, bis die Arganpflaumen von selbst zu Boden fallen, oder schicken ihre Ziegenherden in die Baumkronen.
Das Öl
Die Ölgewinnung ist dann Frauensache. Die Kerne werden gesammelt und die Schalen mit Steinen zerschlagen. Die Samen werden auf den flachen Dächern der Lehmhäuser an der Luft getrocknet, dann auf offenem Feuer mild geröstet und später in einer Steinmühle per Hand zermahlen. Der Brei wird mit lauwarmen Wasser zu einer Paste vermischt, das Öl wird herausgelöst
Pro Arganbaum können etwa 30 Kilogramm Früchte geerntet werden und daraus 1 Liter Öl extrahiert werden. Dafür braucht man etwa anderhalb Tage.
Wertvoll und teuer
Es liegt in der Natur der Sache, dass das hochwertige Arganöl recht teuer ist. Da das Öl lediglich im Südwesten Marokkos gewonnen werden kann - anderswo wachsen die Arganbäume nicht -, kommt es auch selten in den Handel.
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